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Vom
fetten Sofahocker zum sportiven Kämpfer gegen AIDS
Joachim
Franz kam auf Einladung des Sportliche
Zielsetzungen lösten einen Trainings-Prozess aus, der zu einer stetigen
Gewichtsabnahme führte und es innerhalb eines knappen Jahres ermöglichte, die
ersten Marathons erfolgreich zu laufen. Die Laufstrecken wurden länger, das
Radfahren kam dazu, der Ironman war eine Zwischenetappe auf dem Weg zu immer
neuen und härteren Herausforderungen. Eher durch Zufall machte er die
Erfahrung, dass man mit solchen sportlichen Leistungen auch Forderungen oder
Botschaften transportieren konnte.
Anlässlich
seiner Extremtouren in Afrika und Asien wurde er auf das AIDS-Problem gestoßen,
das ihn fortan nicht mehr losließ. Paris-Dakar auf dem Mountainbike, durch Südafrika
laufen, auf dem Tretroller durch Sibirien zum Ural zu gelangen oder die
AIDS-Schleife in die Todeszone auf einen 8000er zu tragen – immer mehr galten
diese „verrückten“ Aktionen dem Ziel, Geld für Betroffene zu sammeln, für
Aufklärung zu sorgen und neues Elend durch diese tödliche Krankheit möglichst
zu vermeiden.Die 2005 durchgeführte Panamericana mit dem Rad in einem 5er-Team
führte 23.000 km durch Amerika von Alaska bis Feuerland. Sie hat ein
gewaltiges Medienecho ausgelöst und viele politisch Verantwortliche in Erklärungsnöte
gebracht angesichts der teilweise immer noch geleugneten oder verdrängten
AIDS-Problematik.
Die SchülerInnen
des 9. Jahrgangs waren beeindruckt. Ihre anschließend gesammelten Spenden
sollen einem vom „Joachim-Franz-Team“ initiierten Projekt in Ghana zugute
kommen. In einer im letzten November neu gegründeten Schule sollen unter dem
Motte „Joyful learning“ alle SchülerInnen die Möglichkeit bekommen, viel
über diese Welt zu lernen. Und sie sollen wissen, was AIDS ist und wie es übertragen
wird, damit sie sich dagegen schützen können. Aus Unwissenheit
(in unterentwickelten Ländern) und Nachlässigkeit in Europa steigt Neuinfiziertenrate leider
derzeit kräftig an.
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